Schwierige Mitarbeiter führen: Wenn nicht einzelne Personen das Problem sind, sondern tolerierte Muster
„Wenn ich ehrlich bin, läuft es gut – bis auf ein paar Personen.“
Diesen Satz höre ich von Geschäftsführern und Führungskräften regelmäßig – besonders dann, wenn schwierige Mitarbeiter oder Spannungen im Team zunehmend Energie kosten. Und genau hier wird Führung wirklich interessant.
Denn in den seltensten Fällen bremsen einzelne schwierige Mitarbeiter:innen eine Organisation aus. Was Unternehmen langfristig Energie kostet, sind Muster, die zu lange unbeachtet oder unklar gelassen werden.
Dieser Unterschied ist entscheidend – vor allem dann, wenn Führung sich plötzlich anstrengend anfühlt.
Schwierige Mitarbeiter gibt es – aber sie sind selten der Kern
Das Thema „schwierige Mitarbeiter führen“ wird häufig sehr personalisiert betrachtet. Wer macht Probleme? Wer ist toxisch? Wer passt nicht ins Team?
In der Praxis zeigt sich jedoch etwas anderes:
- Verhalten wird geduldet, weil man keinen Konflikt eröffnen möchte.
- Feedback wird vermieden, weil Gespräche emotional werden könnten.
- Spannungen werden übergangen – in der Hoffnung, sie lösen sich von selbst.
Was gut gemeint ist, hat einen hohen Preis.
Denn dort, wo Führung ausweicht, entstehen Dynamiken. Häufig zeigt sich hier auch fehlende Eigenverantwortung im Team – nicht als persönlicher Mangel, sondern als Folge ungeklärter Führungssignale. Und diese Dynamiken wirken stärker als jede einzelne Person.
Teamentwicklung und Teamdynamik: Muster sind austauschbar – die Dynamik dahinter nicht
Die Namen ändern sich. Die Rollen bleiben.
Heute ist es Mitarbeiter A, morgen Mitarbeiter B. Doch die zugrunde liegende Dynamik ist dieselbe:
- jemand testet Grenzen
- jemand zieht sich zurück
- jemand übernimmt informell Macht
- jemand geht in Widerstand oder Passivität
Diese Rollen entstehen nicht zufällig. Sie entwickeln sich aus dem Zusammenspiel von Verhalten und Reaktion darauf.
Führung entscheidet – bewusst oder unbewusst – ob solche Muster geklärt oder verstärkt werden.
Warum direkte Korrektur oft nicht wirkt
Viele Führungskräfte versuchen, schwierige Mitarbeiter oder problematisches Verhalten direkt zu korrigieren:
- klare Ansagen
- mehr Kontrolle
- zusätzliche Regeln
Kurzfristig kann das funktionieren. Langfristig führt es jedoch häufig zu neuen Spannungen, innerem Widerstand oder Rückzug.
Wirksamer ist ein anderer Ansatz:
- die Dynamik früh erkennen
- verstehen, wer wie reagiert – und warum
- bewusst führen, statt ständig reparieren zu müssen
Das entlastet nicht nur das Team, sondern auch die Führungskraft selbst.
Dann verlieren sogenannte schwierige Mitarbeiter viel von ihrer Wirkung – und Teamentwicklung wird wieder möglich.
Klarheit statt Dauerenergie
Viele Geschäftsführer:innen spüren sehr genau, wenn Führung mehr Energie zieht, als sie geben sollte.
Oft liegt das nicht an mangelnder Kompetenz, sondern an ungeklärten Dynamiken im Team.
Genau hier setze ich in meiner Arbeit an: Dynamiken sichtbar machen. Orientierung geben. Führung wieder klar und wirksam gestalten.
Für Führungskräfte, die tiefer einsteigen wollen, habe ich einen kompakten 5‑Tage‑E-Mailkurs entwickelt:
„Schwierige Mitarbeiter:innen führen – 5 Tage. 5 Typen. 5 Klarheiten.“
Ein guter Startpunkt für alle, die:
- Teamdynamiken besser lesen wollen
- Gespräche souveräner führen möchten
- Klarheit schaffen wollen, ohne Druck oder Machtspiele
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Wenn du Führung neu sortieren willst
Vielleicht erkennst du beim Lesen: Es geht weniger um einzelne Personen und mehr um das, was zu lange offen geblieben ist.
Das ist kein Fehler. Aber es ist ein guter Moment, genauer hinzusehen.
Wenn du magst, lass uns das gemeinsam machen: zum kostenlosen Gespräch
Wir lesen uns.
Eva
AUTOR:
Mag. Eva Schrotter • Leadership Coach & Expertin für Konfliktmanagement
Aufgewachsen in einem österreichischen Familienunternehmen, begleite ich seit knapp 15 Jahren Menschen in ihrer persönlichen Weiterentwicklung. Hier findest du Impulse, Tools und Strategien für klare Führung auf Augenhöhe (ohne Härte, dafür mit Wirkung, die bleibt). Weil deine Führung wirkt. Immer. Und du entscheidest: Wie!
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